Von dem älteren Paar, das weder Russisch noch Englisch konnte, erhielten wir zwei Plastikbehälter voll mit Esswaren auf die Wanderung. Wir konnten gerade mal das aus einer Box essen. Das war schlicht zu viel. Die Aufmerksamkeit der Gastfamilie war trotz Sprachbarriere herzlich und ich war ob der schlichten Lebensweise und deren Freude über den Besuch einer Kasachin und einem Europäer aus Shveytsariya erstaunt und gleichermassen erfreut.
Den Kayndi See konnten wir mit dem Mietwagen nicht erreichen und die Zeit für eine Wanderung war zu knapp. Da braucht es definitiv einen 4×4 mit genügend Bodenfreiheit. 🙂
Mit dem Mietwagen bis an das Ende der Strasse, beim 1. Kolsay See.Zuerst probierten wir von der linken Seite am See vorbei zu wandern. Das ging aber nicht, weil im ersten Drittel der Weg nicht mehr weiter ging, also umkehren und von der rechten Seite am See vorbei.Ja, das gefällt mir. Schönstes Wetter, nicht zu heiss, ein schöner See, Wälder und eine gute Wanderbegleitung. Wir beobachteten Vögel die wir nicht kannten. Dumm nur dass ich keinen Feldstecher dabei hatte.Der 2. Kolsay See vermittelt ein ganz anderes Bild. Dennoch ist es sehr schön. Die Bäumen wachsen hier weit über 2000 Meter Höhe über Meer. Es blühen noch einige Tulpen. Apropos Tulpen, die kommen weder aus Holland, noch aus der Türkei, nein die originalen Tulpen kommen aus der Region um Bishkek.Ich bin versucht zu sagen, dass es ja fast wie in den Schweizer Alpen aussieht. Eben nicht! Vieles ist anders hier.Ja! Eine originale Tulpe. Keine holländische Zuchtform sondern ganz natürlich.Auf dem Rückweg nochmals diese dichte Tannenwälder bestaunt. Es riecht auch gut!Zurück in Saty. Ein kleiner, und obschon hier mehrere Unterkünfte für Touristen sind, überschaubarer Ort. Fast nur Einheimischen die einem begegnen.